Punk hat keine Regeln. Oder besser: Punk kennt die Regeln. Und bricht sie bewusst.
Das ist schon der Unterschied. Nicht Chaos oder Beliebigkeit, eher eine sehr klare Entscheidung dagegen. Gegen das Glatte, das Gefällige und das, was alle machen weil alle es machen. Ich hab das nie als Designprinzip verstanden und doch war es das die ganze Zeit schon.
DIY-Kultur hat mir beigebracht dass man nicht auf Erlaubnis wartet und mit dem arbeitet, was man hat. Dass ein selbst gedrucktes Zine mit schiefer Typografie mehr sagen kann als eine perfekt produzierte Kampagne mit nichts dahinter, weil die Aussage schon immer wichtiger war als falscher Hochglanz.
Das gilt für ein Plattencover genauso wie für ein Logo. Und Punk hat mir beigebracht dass Widerspruch kein Fehler ist, sondern oft der interessanteste Teil.
Ich mache kein Punk-Design. Aber ich gestalte mit der gleichen Grundhaltung. Bewusst, mit Meinung, für Menschen. Und immer mit dem Wissen dass die Regeln da sind um verstanden, und dann bewusst entschieden zu werden.