„Niemand braucht mehr Designer.“
Das höre ich öfter und noch öfter lese ich darüber. Gelegentlich wird es mir auch direkt ins Gesicht gesagt: mein Job liege im Sterben, KI mache uns überflüssig, Design is dead.
Interessant. Wie oft genau hat die Geschichte schon jemanden zu Grabe getragen und wie oft hat sich der Verblichene dabei einen Dreck darum gekümmert?
Nicht jede Veränderung ist ein Untergang, manchmal ist es einfach Innovation. Unbequem, rücksichtslos, laut, aber keine Apokalypse.
Ich glaube nicht, dass KI uns Mediengestalter:innen so bald den Job klaut. Zumindest nicht denen die lernen sie zu kontrollieren, statt vor ihr wegzulaufen. Schlechtes Design gab es schließlich schon immer, niemand hat je halbherzige Außenwerbung oder lieblose Fastfood-Flyer verhindern können. Das wird KI nicht ändern.
Was sich durchaus verändert ist das Berufsbild und leicht wird es mit Sicherheit nicht. Aber zwischen überladenen KI-Plakaten, falsch generierten Bildern und reiner Effekthascherei sehe ich auch eine gewaltige Chance: Echtes, menschliches Know-how gewinnt wieder an Wert. Die Stimmen werden lauter, die Menschen werden müde von immer gleichen ChatGPT-Layouts.
Totgesagte leben länger.
Design is dead. Long live design.