Der Auftrag
Aufgabe war es, eine eigene Marke für Bremen zu entwerfen, ganz frei in Branche und Ausrichtung. Ich habe daraus das ArtQuartier entstehen lassen: einen Community-Space mit Café, Grundmaterialien zum Kreativwerden, Raum für eigene Projekte, Workshops, Ausstellungen und Spendenaktionen. Die Zielgruppe ist primär 18–35, kreativ interessiert und offen für neue Menschen. Der Wertesatz, aus dem alles erfolgt:
„Kreativität und Zugehörigkeit sollen nicht davon abhängig sein, welche Ressourcen jemand besitzt, egal ob es sich dabei um Geld, Platz, Erfahrung oder einfach das passende Umfeld handelt. Jede schöpferische Idee ist wertvoll und verdient es, Gestalt zu bekommen und das Licht der Welt zu erblicken. Als ebenfalls seit jeher künstlerisch interessierter Mensch liegt mir diese Idee auch persönlich am Herzen.“
Mini-Doku
Die These, die den ganzen Case trägt: Jedes Werbemittel soll zur Marke passen und, wenn sinnvoll, auch selbst dazu anregen, kreativ zu werden. Ganz im Sinne: Material statt Botschaft, Aufforderung statt Deko.
- A4-Marketing-Zine: regt an, es selbst in etwas Kreatives zu verwandeln. Auf dem gefalteten Heft steht es sogar wörtlich: „This isn’t just a flyer…“. Aufgefaltet wird es zum Poster, das die Zielgruppe selbst gestaltet: Die Rückseite bleibt bewusst frei als Gestaltungsfläche.
- Falzflyer: Programmflyer, innen im Design eines fertigen Event-Posters. Aufgeklappt hat man sofort etwas zum Aufhängen statt zum Wegwerfen.
- Visitenkarte: Rückseite gestaltbar, zum Sammeln und Tauschen.
- A4-Briefpapier: bewusst ohne Mitmach-Idee. Läuft eher B2B.
- A3-Plakat: Kampagnenmotiv plus Mockup im Kontext.
Die Briefpapier-Zeile ist dabei kein Bruch, sondern das Argument: Die These gilt dort, wo die Zielgruppe sie aufnimmt. Wer sie auf jedes Medium presst, hat ein Schema statt einer Haltung.
This isn’t just marketing.